Die Öffentlich-Rechtlichen wollen nicht zahlen
Für viele war es keine große Überraschung mehr. ARD und ZDF haben ihre Verträge mit Kabel Deutschland, Unitymedia und Kabel BW zum 31. Dezember 2012 gekündigt. Die Begründung: Sie wollen nicht länger für die Einspeisung ihrer Programme bezahlen.
Es sei nicht mehr zu rechtfertigen, dass Gebühren an Unternehmen gezahlt werden, die mit der Vermarktung der öffentlich-rechtlichen Programme gutes Geld verdienten, so Thomas Bellut, Intendant beim ZDF. Rund 60 Millionen Euro jährlich sollen die Kabelnetzbetreiber bisher erhalten haben. Das Entgelt stammt noch aus der Zeit, in der die Bundespost für die Einspeisung verantwortlich war.
Mehrere Millionen Haushalte betroffen
Sollten beide Parteien bis zum 1. Januar 2013 keine Einigung erzielen, droht den insgesamt 17 Millionen Haushalten, die ihr Fernsehen via Kabel empfangen, aber keine schwarze Mattscheibe. Denn Kabelnetzbetreiber wie Kabel Deutschland sind rechtlich dazu verpflichtet, das Programm der öffentlich-rechtlichen in ihr Angebot einzuspeisen. Sendern wie dem ARD Infokanal oder ZDF neo droht allerdings der Rauswurf.